27.07.10

Wie war es in Helsinki?


Schön wars. Und wir sind gut wieder angekommen. Eine schöne Stadt so lebhaft.

Geschichte von Finnland sieht man in Helsinki. Suomenlinna - die Seefestung (die größte der Welt :)) entstand in der Zeit der Schwedenherrschaft. Aber heute nur noch als Ruine zu sehen.
In der Zeit der Zarenherrschaft wurde Finnland zu einem Autonomiestaat bis zu seiner Unabhängigkeit 1917.
Es gibt im Zentrum eine Uspenski- Kathedrale (orthodoxe Kirche) aber auch der Esplanadenpark erinnerte mich an meine Reise in die Ukraine. Der Dom auf dem Photo ist ein sehr bekanntes Bauwerk und von einem deutschen Architekten entworfen worden. Beim Durchlaufen von Helsinki hatte ich oft das Gefühl durch alte Erinnerungen zu laufen. Und immer mitten drin im Gewirr der unterschiedlichsten Sprachen.







Hier nun unser Reisebericht für Interessierte:


Blick aus dem Zugfenster

Donnerstag: Am Abend ging unsere Reise nach Helsinki los. Wir sind mit dem Nachtzug gefahren. Schon dass allein war eine Aufregung. Der Zug fuhr um 21.30 Uhr ab. Um 18 Uhr waren wir Reise fertig und warteten darauf endlich los zu gehen.
Wir fuhren mit einem alten Nachtzug. In einer Kabine gab es 3 Betten. Frieda durfte ganz oben schlafen, Janne und ich in der Mitte und Papa im untersten Bett. Es gab noch einen Nachtimbiss, dann Zähneputzen und ab ins Bett. Zuerst mussten alle Geräusche erklärt werden, wie es klingt wenn ein Zug anhält und wieder losfährt. Dann musste besprochen werden dass auch ja keine Piraten oder Dinosaurier in den Zug hineinkommen und wenn doch, was wir dann machen sollen. Es war auch sehr interessant aus den Zugfenster zu schauen, obwohl es schon so spät war, war es trotzdem noch hell draußen. Aber davon wurden die Augen auch nicht müder. Also alle Vorhänge zu und Licht aus, noch mal erzählen, wie wir die Piraten und Dinosaurier vertreiben und so langsam sind alle nacheinander eingeschlafen. War ungewohnt und zu kurz in einem Zug zu schlafen auch für die Erwachsenen.


Bahnhof Helsinki

Freitag: Um 7 Uhr morgens in Helsinki angekommen. Noch sehr ruhig die Stadt. Auf der Suche nach einem Guten-Morgen-Kaffee (gefunden bei Mc...) ging es weiter zum Hostel. Wir hatten Glück da wir zwei Zimmer bestellt hatten und eines davon beziehbar war. Also erstmal ab zum "Mittagsschlaf".







 
Hietaranta

Am Nachmittag auf der Karte gefunden, aber in der Stadt verschwunden, waren wir auf der Suche nach einem Spielplatz. Und sind auf eine Baustelle gestoßen. Schade vielleicht das nächste Mal.
Dann also ab zum Strand. Trotz das wir unsere Reise mit Regen begonnen haben war es immer noch unglaublich heiß.



Samstag:




Ausschlafen bis 9 Uhr. Frühstück. Und dann auf zur neuen Spielplatz-Suche. Auch auf der Karte gefunden, aber diesmal nicht verschwunden ein schöner großer Spielplatz zum Toben. Und immer im Blick und im Photo Häuser, Häuser...

Temppeliaukion kirkko (Felsenkirche). Auch gesucht auf der Karte und nach einigen auf und ab durch die Straßen doch gefunden. Empfohlen von einem Freund, der meinte dort würden die meisten deutschen Touristen zu finden sein. Naja habe vor Schreck gleich kein Bild gemacht.




Am Nachmittag (SMS erhalten): Ankunft mit der Fähre um vier. Länsisaatama (Westhafen). Auto mit O+O zu suchen.
Zwei Erwachsene und zwei Kinder auf der Suche nach dem Hafenzoll und einem Lila Auto. Beides nicht gefunden. Dafür die Securitie verwirrt, was wir zu Fuß im Hafengelände zu suchen hätten, hier darf man nur fahren. Natürlich suchen wir ein Auto.
Haben dann Auto und O+O gefunden, durften beim Zoll nochmal vorfahren. Beendeten den Tag mit erzählen und müden Augen.



Sonntag: Auf geht es zum Helsinki Zoo. Aber erstmal durch die Stadt.

Marktplatz
Kampin Keskus
Uspenskin Katedraali


Wir fahren mit der Fähre zum Zoo auf die Korkeasaari (Saari =Insel). Aller halben Stunde fährt ein Boot zur Insel. Es ist wirklich der schönste Ausblick auf Helsinki wenn man auf dem Wasser ist. Im Zoo gibt es nicht nur heimische Tiere sondern auch Löwen, Pandabären, Affen, blaue Frösche, gelbe Schlangen ... also Tiere die nicht nur in Finnland leben. Aber Elefanten waren nicht zu sehen. War ein schöner Ausflug. Kinder waren am Ende sehr müde.

Blick auf Korkeasaari

Mit der Fähre zurück an Land ging es wieder durch die Stadt nach Hause. Wir haben mal einen neuen Weg ausprobiert.


Bahnhof
Dom
Aleksanterinkatu

Montag: Abreisetag. Aber erst am Abend gegen 19.30 Uhr fährt der Zug nach Oulu. Also Zeit für ein Museum. Lehtipäivänmuseo mit einer Ausstellung von Muminzeichnungen. Nur heute leider Ruhetag. 
Um 14 Uhr mussten wir unsere Zimmer räumen. O+O sind mit dem Auto weiter gefahren. Sie wollten noch an der Ostgrenze von Finnland entlang fahren. Und wir haben die letzten Stunden auf einem schattigen Spielplatz verbracht. Kinder waren sehr müde. Es war ein sehr heißer Tag. Um die 30 Grad.

 





Dann endlich Rucksäcke packen, Kinder einsammeln, nochmal Stadt angucken und zum Bahnhof laufen. Ein neuer schön klimatisierte Zug wartete auf uns. Diesmal hatten wir zwei Kabinen mit jeweils 2 Betten. In dem Zug gab es auch eine Dusche. Das ist Luxus. Janne war sehr überreizt von den letzten Tagen. Er hatte nur wenig Mittagsschlaf bekommen und konnte nur mit großen Geschrei einschlafen. Aber schlief sofort. Und Frieda brauchte diesmal auch nicht so lang zum einschlafen. Sie durfte wieder oben schlafen mit ihren Puppen und Teddys. Entweder waren wir alle so müde oder der neue Zug so leise, dass wir ohne Probleme durchschlafen konnten. Aufstehen war schwierig, weil schlafen war so angenehm. In Oulu angekommen um 5 Uhr morgens war auch die Stadt schön ruhig und immer noch sehr heiß. Sind natürlich nach Hause gekommen und ins Bett gefallen.

War eine aufregend schöne Zeit und über alte Züge sprechen wir noch heute oft. Die waren doch die schönsten.

1 Kommentar:

  1. Oma Bär: Zu diesem Foto muss man noch sagen, dass Katrin oben auf den Treppen mit Frieda sitzt und der Papa fotografiert. Katrin strickt und Frieda hat ihr Strickliesl rausgeholt. Es wurde ein besonderes Foto: zwei kleine Menschlein vor einem so großen und historischen Bauwerk. Wir waren dabei.

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